INTERVIEWS

2017-08-21 // 18:28

Eisbrecher

Mit neuem Album auf "Sturmfahrt"

 

Alex, wir haben gerade schon etwas über Donald Trump und “Fake News” gesprochen. Wie siehst Du das?

“Fake News” ist ein schönes Wort für das, was es ja schon immer gab. Menschen haben schon immer etwas gut oder schlecht gefunden und dann haben sie irgendeinen Käse darüber berichtet, oder vielleicht die Wahrheit, oder vielleicht das, was sie für die Wahrheit halten. Da hat sich nichts geändert. Ich finde den Begriff “Fake News” einfach nur lächerlich…na ja, er passt in die moderne Zeit. Sagt irgendwas und keiner weiß genau was und man kann wieder einen Käse reininterpretieren. “Fake News” sind dafür verantwortlich, dass irgendwo Präsidenten gewählt werden, die eigentlich gar keiner haben wollte und am Schluss sitzen die Russen dahinter. Das ist mir alles zu doof, mit dem Begriff “Fake News” halte ich mich nicht auf. Du kannst mit mir über Lüge oder Wahrheit reden, aber bitte nicht über “Fake News”.

Ungefiltert und direkt - Wie sollen denn Eure Fans das neue Album hören, aufnehmen, annehmen?

Oh, ja, ja….liebe Fans, unser neues Album präsentiert die Essenz aus zweieinhalb Jahren harte Arbeit, aus dem was uns in dieser Zeit beeindruckt hat. Glücklich, traurig gemacht hat. Am Ende könnt’ Ihr Euch selber ein ganz klares Bild davon machen, über was wir so nachgedacht haben und was uns so geprägt hat in dieser Zeit, das ist auf dem Album klar zu hören. Viel Spaß damit, vielleicht ging es Euch damit ähnlich…das war fast philosophisch.

Oh, das war sehr schön und bewegend gesagt, Alex.

Vielen Dank, solltest Du weinen, nimm ein Taschentuch, heb die Träne auf und schick sie mir. Ich würde mich freuen.

Also ist das neue Album eine Art Aufarbeitung Eurer letzten Jahre?

Ich weiss es nicht, man denkt nicht drüber nach. Man macht einfach, deshalb war die Antwort auch die einzig richtig wahre, denn wir gehen nicht mit einem Plan an ein Album ran, weder zu Schock-Zeiten noch bei “Die Hölle muss warten”. Und auch nicht all die Jahre davor. Es ist unser verflixtes siebtes Album. “Schock” und “Die Hölle muss warten” waren sehr erfolgreich und dann heisst es einfach weitermachen, nicht aufhalten, nicht drüber nachdenken, machen. Und komischerweise, da denkt man: “Meine Güte, irgendwann wird es fertig sein”. Man schaut auf so einen Zeitraum, aber tatsächlich, es passiert immer wieder und wenn man am Schluss selbst davon überrascht ist, was man da gemacht hat, dann gibt es eigentlich kein besseres Gefühl, denn wir können absolut hinter dem Album stehen. Aber hinter dem Album steht kein Plan. Hinter dem Album steht tatsächlich nur ein Zeitraum und das was musikalisch und textlich einem da vor die Flinte und dann durch Kopf und Magen kam.

Es waren ja ein paar aufregende Monate und Jahre im Vorfeld dieses Albums. Einiges davon hast Du auch textlich verarbeitet. Siehst Du Dich als einen politischen Musiker?

Ich sehe mich nicht so sehr als politischer Musiker, sondern als politischer Mensch. Und das will ich jedem irgendwie raten, der in unserer Gesellschaft lebt, sich als “Homo Politico” zu sehen und das nicht anderen zu überlassen. Denn, wer das Recht hat zu wählen ist ein “Homo Politicus”, und das bist du als Bandmann, als Radiomann oder als Arzt, Hebamme, völlig egal…Das sollte man erwarten dürfen und davon sollte man auch Gebrauch machen, es sollte auch Bürgerpflicht sein. Und wer davon keinen Gebrauch macht und nicht politisch denken mag, sich mit nichts befassen mag, der darf dann auch gerne sein Wahlrecht zurückgeben. Ich äußere mich, ja klar. Ich äußere mich privat, ich äußere mich auch auf der Bühne, wenn mich was zwickt und ich irgendwas sehe oder wenn ich was mitteilen will. Das ist die Freiheit, die ich mir als Rockmusiker, Rockstar, Rockfrontmann, wie auch immer du es nennen willst, irgendwo erarbeitet habe. Selbst in einer Gesellschaft, wie der unsrigen, sollte es möglich sein, das zu sagen, was man denkt. Und die Gelegenheit nütze ich schon so oft ich kann, so lange ich noch kann. Wir sehen ja, was alles möglich ist in unserer verrückten Zeit und wie schnell man in der Demokratie pennen kann und in der Diktatur aufwacht. Also, wachsam bleiben und das heißt, sich als politisches Individuum verstehen. Das meine ich mindestens genauso ernst, wie es gerade klingt.

Hast Du da eine Verantwortung als jemand, der Leute erreichen kann?

So, wie du es hörst. Ich gehe mit der Verantwortung so um, dass ich mich traue, gewisse Themen auf Platte zu bringen. Dass ich es wage, gewisse Themen am Ende auch live oder in Videos provokativ oder aufrüttelnd oder auch humoresk umzusetzen und zu präsentieren und zu bearbeiten. Das muss man dann schon durchziehen, wenn man meint, man muss auf etwas aufmerksam machen oder sich von der Seele schreiben, dann muss man sich schon klar darüber sein, dass man das dann auch mit aller Konsequenz zu vertreten hat. Und wenn Fans sagen, das passt mir nicht und sich abwenden, dann dürfen sie auch gerne gehen. Und wenn Leute sagen, das finde ich gut, deshalb komme ich jetzt zu Euch, dürfen sie auch gerne kommen. Aber, ich bin mir dessen bewusst, ich nutze die Möglichkeiten der Bühne, auf Platte und sonstwo mich zu äußern. Wir sehen uns nicht als politische Band, das ist nicht unsere Kernaufgabe, aber wir können was sagen, wenn wir das wollen. Und wenn wir was sagen wollen, dann tun wir das auch. Deutlich. Mal ruhiger, mal lauter. Ganz ehrlich, Leute die nichts zu sagen haben und die ganze Zeit nur von “I love you, you love me” und “Die Welt ist rund” und “The moon shines bright” singen, davon gibt es mehr als genug und davon habe ich schon lange mehr als genug. Wir machen Rockmusik, wir sind eine Rockband, man kann auch mal wieder den Mund aufmachen und vielleicht auch mal einen kleinen Hinweis liefern, wo sich ganz viele andere wegducken und sagen: “ja, ja, lieber nicht einmischen und bloß nicht die Fans vergraulen oder am Ende gerade in Zeiten von was weiß ich…am Ende rennen dir deine Pegida Fans davon”. Ja, wenn ich welche habe, dann sollen sie bitte gehen. Manchmal muss man sich selbst testen und wenn man Idioten findet, darf man ihnen zeigen, wo der Maurer das Loch gelassen hat. Dann dürfen sie gehen.

Das mit dem Maurer muss ich mir merken. Zurück zur Platte, Ihr habt nun auch den legendären Eisbär vertont. War es an der Zeit dafür?

Es war irgendwann Zeit für uns diesen Song aufzunehmen. Und im Jahr 2017 war die Zeit einfach reif dafür. Nachdem er 2015 auf dem Albumcover war, der gute Eisbär, war es jetzt höchste Zeit, dass er als Song auf der Platte drauf ist. Jetzt schließt sich der Kreis und in Zeiten wie diesen, in denen in Ländern wie den USA beschlossen wurde, dass der Klimawandel “Fake News” ist, hat der Eisbär dazu sicherlich eine eigene Meinung. Und der Eisbär ist nun mal das Bild, die Ikone für den Klimawandel, für das, was wir der Welt antun. Da wir der Eisbrecher sind und uns mit arktischen Themen auch befassen, zumindest schon mal im Bandnamen, und der Eisbär für uns zu einem Wappen geworden ist, schulden wir ihm den Gefallen. Es kann nur diesen einen Song geben, aus der Schweiz, damals Grauzone. Es gibt gar nicht so viele Songs, wo mit so wenigen Worten so viel gesagt wird. Damals ging es um den Kalten Krieg und auch schon Umweltzerstörung, kuck mal an, wo wir so viele Jahre später stehen. Tja, Grauzone hat’s gewusst. Höchste Zeit, die Leute noch mal dran zu erinnern. Damals war es vielleicht Viertel vor Zwölf, heute ist es ja schon 45 nach Zwölf.

Und dann die Melodie von “Das Boot”, wie kam die aufs Album?

An der Idee haben wir schon eine Weile rumgekaut. Der Eisbrecher ist ein Boot. Als wir damals die Band gegründet und nach einem Bandnamen gesucht haben, war ich eigentlich beim U-Boot und der Pix sagte, ne ne. Wir hatten Soundeffekte bei dem Song “Eisbrecher” benutzt und ich meinte, das klingt wie die Nautilus, die unter dem Eis durchtaucht. Da sagt er, ne, das klingt wie ein Eisbrecher, der oben durchkracht. Oh, alles klar, dann haben wir hin und her recherchiert und das war dann der Bandname. Jetzt war die Zeit aber reif für das U-Boot. Ein stabiles U-Boot, um über die Weltmeere zu verduften und oben eine Piratenflagge drauf. Ich hätte gerne sowas und wenn ich was haben will, dann kriege ich das auch. Wir sind nach Cherbourg in Frankreich gefahren, 2400 Km hin und zurück, haben das U-Boot “Le Redoutable”, den Stolz der französischen Marine, geknipst, das im März 2015 50jähriges Jubiläum gefeiert hat. Das ist unser Cover-U-Boot, dieses U-Boot gibt es wirklich und jetzt ist es unseres. Ich finde, es sieht einfach hervorragend aus. Und weil der Song “In einem Boot” drauf ist, musste vorne auch ein U-Boot drauf. Ping, so schnell und so kompakt hat wohl selten einer eine so tolle Geschichte erzählt, gib’s zu?

Ich geb’s zu, klasse Alex! Als Eisbrecher anfing hattest Du mir eine Demo CD gegeben, darauf auch Eure Version von “Zauberstab”, für die ihr dann nicht die Rechte bekommen habt. Wie sah das nun mit “Eisbär” und “Das Boot” aus?

Sie haben uns warten lassen. Also, bei “Das Boot” war ich sehr unsicher, ob das funktionieren würde. Die Melodie ist ja eine 1:1 Bearbeitung. Man hat das Thema und das Thema wurde ein kompletter Song und dann kam noch ein Text drauf. Diese Melodie gibt es nicht mit Text, das ist eine Filmmusik und ich habe die ganze Zeit damit gerechnet, dass eigentlich ein Klaus Doldinger sagt: “Hm, das soll es auch bleiben. Ich will nicht, dass das was falsches hin interpretiert wird. Das passt mir nicht. Ende.” Aber, trotz allem, um es vorspielen zu können, musst du das Ding erst einmal fertig machen. Du musst es machen und dann entscheiden die Damen und Herren “Ja” oder “Nein”. Da redet dann der Klaus Doldinger mit und die “Bavaria Film” und wer nicht alles noch. Etwas kompliziert, aber, hey, das ist Germany…”if it’s not complicated, it’s not German”. Also: machen, abliefern, warten. Das gleiche mit Grauzone: machen, abliefern, warten. Und wie ging die Geschichte aus? Wir warteten unendlich lange, am Schluss haben wir tatsächlich vom Doldinger die Freigabe gekriegt, die von der Bavaria haben sich noch etwas mehr Zeit gelassen. Dann wurde aus “Das Boot” “In einem Boot”, das war Auflage. Ok, fair enough, wenn sie meinen. Bei unserem Song geht es auch nicht um ein U-Boot per se. Der Song hat einen ganz interessanten Twist und eigentlich auch ein anderes Thema. Das haben wir gekriegt und dann dachte ich, wir kriegen die Grauzone nicht. Da mussten wir noch länger drauf warten. Aber am Ende haben da Verleger miteinander gesprochen, die von der Plattenfirma haben angerufen. Ich habe nicht mit Klaus Doldinger und auch nicht mit Grauzone gesprochen, wir haben nur da gesessen und konnten nur warten. Wir waren also zur Passivität, zum Fingernägelkauen und zum Schwitzen verpflichtet. Das hat keinen Spaß gemacht, aber als beides am Ende hingehauen hat, dachten wir “Gott sei Dank”, weil beide Songs sind für dieses Album mega-mega-wichtig. Ich hätte nicht gewusst, was wir gemacht hätten, wenn die zwei weggefallen wären.

“Sturmfahrt” kommt nun im August raus, war da auch etwas Taktik dabei in den eher ruhigen Sommermonaten die Spitze der Charts zu erstürmen?

Schlaue Taktik! Inzwischen veröffentlichen ja alle im August. Also, sag mir einen Monat, wo nicht irgendwie….äh, schwierig, es wird andauernd veröffentlicht. Es ist ein bißchen wie der deutsche Straßenverkehr in “good old Germany”. Ich weiß nicht, wann Du das letzte Mal da warst, aber inzwischen kannst Du am Sonntag fahren und am Montag fahren, die Straßen sind immer dicht. Und mit der Veröffentlicherei sieht es genauso aus. Inzwischen hat es sich wohl rumgesprochen, dass die Möglichkeiten Platten vorzubestellen die Leute nicht davon abhält in den Urlaub zu fahren . Man fährt in den Urlaub und bestellt sich seine Platte. Und wenn man heim kommt, liegt sie im Briefkasten. Es ist quasi nicht mehr wichtig, wann eine Platte rauskommt und jetzt wird immer veröffentlicht. Man überlegt natürlich schon, wann ist vielleicht ein guter Zeitpunkt, aber zu dem Zeitpunkt wo du es planst, kannst du nicht wissen, wie die anderen alle planen. Es ist eine Lotterie. Und am Ende, ob Platz 1, 2 oder 3 - du musst dich entscheiden, drei Felder sind frei - also auf einen dieser drei Plätze werden wir uns setzen, Herr Schanze. Jeder dieser Plätze ist mir sehr wohl und da fühle ich mich dann auch geehrt, denn die letzten paar Meter, das ist sehr viel Politik, sehr viel Glück, sehr viel Marketing. Und wann, wo, wie und weshalb, machen wir uns nichts vor, Hauptsache wir verkaufen schön Tickets für unsere Tournee, Hauptsache wir verkaufen kontinuierlich Alben, wir zwei Hübschen unterhalten uns alle paar Jahre und sehen uns hoffentlich demnächst wieder. Es geht uns gut, wir bleiben gesund und unsere Fans bleiben uns treu. Alles gut, ich habe keine Beschwerden. Ich freue mich über die 1, aber “it’s a can, not a must”.

Und klar Alex, die nächste Frage muss auch wieder kommen. Eure Platten sind in den USA veröffentlicht, wie sieht es denn nun mal mit einer Tour durch die USA und Kanada aus?

Es ist und bleibt schwierig. Wir haben gerade hart mit unseren Freunden bei Metropolis Records über die neue Platte verhandelt. Wir haben auch mehr oder weniger deutlich durchblicken lassen: “Hey, make us an offer, we can’t refuse”. Aber…ja…es bleibt wie es ist, Arndt. Auch dieses Jahr sieht es so aus “first we take Berlin, than we take Manhattan”. Ich glaube, ich erzähle alle Jahre wieder den gleichen Satz. Wir spielen immerhin dieses Jahr schon mal in Paris, das heißt, wir arbeiten uns, wie Du merkst, langsam Richtung Westküste vor. Wir haben das U-Boot in Cherbourg geknipst, wir waren also schon an der Atlantikküste, am Tiefseehafen. Und ich habe mir schon gedacht, komm, jetzt steigen wir einfach ein und fahren los und besuchen den Arndt, aber das wäre ein bißchen spontan gewesen. Heißt, locker bleiben…München, Berlin, Paris, von da sind es nur noch ein paar Hundert Kilometer bis zur Atlantikküste, einschiffen, USA. Ich kann Dir nur nicht genau sagen, wann wir ein Schiff erwischen. Be patient, Arndt. Ich habe es Dir versprochen, wir kommen, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bitte weitersagen.

Ja, das erzählst Du mir schon seit Anfang an. Mensch, ich werde auch nicht jünger....

Du bist alt, aber ich bin älter. Wir beide sehen noch sehr gut aus für unser Alter. Und entscheidend ist, man braucht einen Traum und eine Vision, das hält einen jung, das hält einen frisch und das läßt einen weiter gehen. Das ist wichtig. Das “Fullfillment” ist gar nicht so wichtig. Den Traum am Ende wahr werden zu lassen ist gar nicht so wichtig. Du brauchst einen Traum, das wissen wir doch nicht erst seit….in welchem Märchen war denn das, wo der Traum dann wahr wurde, dann war alles gar nicht so schön, wie man es sich vorgestellt hat.

Plattenproduktion oder live auf der Bühne, was ist für Dich wichtiger?

Ich bin ein Live-Mensch. Seit jeher schreibt man Musik und macht Songs mit seinen Kumpels im Bandraum oder eben hochkonzentriert mit dem Pix auf dieser “High Level Super Production” Ebene. Es geht mir immer noch darum auf die Bühne zu kommen. Das war der Antrieb, das bleibt der Motor und da wird sich auch nichts dran ändern. Deswegen mache ich das. Ich will auf die Bühne rauf, ich will an die Leute ran und ich will da was erleben. Ich will das erleben, um was es mir geht: Energieaustausch und den ultimativen Kick. Ich bin ein Kick-Junkie, ein Adrenalin-Junkie. Für Pix ist es anders, er will vor allem hervorragende Alben machen, der will das Ding ganz an die Spitze produzieren. Der will Top-Liga Musik machen und legt sehr viel Wert auf Text und Musik, also Form und Inhalt. Ich auch, aber ihm ist es wichtig gute Platten zu machen, mir ist es wichtig auf die Bühne zu kommen. Zusammen sind wir ein ganz gutes Team, was das angeht, denn ohne das eine ist das andere auch nicht drin. Also, ich werde mich weiterhin im Studio plagen müssen, um auf die Bühne zu kommen. Aber jetzt freue ich mich wirklich, nachdem die Platte fertig ist, ich weiß, wie sie klingt, ich bin sehr sicher, dass dieses Ding einschlagen wird, wie eine Bombe. Ich bin sehr sicher, dass unser Video von “Was ist hier los?” eine Riesenwelle machen wird und ich freue mich natürlich auf die Tour im September, Oktober. Es wird höchste Zeit…”it’s been a while”.

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